Mit der Orangerie am Stadthafen Süd ist in unmittelbarer Nachbarschaft des von Angelis & Partner geplanten HAVEKANT U-Hof 3 ein neuer Ort für Gastronomie und Veranstaltungen entstanden. Unterhalb des markanten Blauen Krans und direkt an der Hunte gelegen, knüpft das Gebäude an die industrielle Geschichte des ehemaligen Hafenareals an und ergänzt das Quartier um einen identitätsstiftenden Treffpunkt.
Für die Blauer Kran GmbH & Co. KG wurde ein eingeschossiger Baukörper entwickelt, der sich bewusst dem historischen Portalkran unterordnet und dessen besondere Präsenz im Stadtraum respektiert. Die Gestaltung greift Elemente der ehemaligen gewerblichen Nutzung des Hafens auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Architektursprache. Glas, Stahl und Holz prägen die Materialität und verleihen dem Gebäude eine klare und langlebige Identität.
Mit der Orangerie wird zugleich der historische Bautyp des lichtdurchfluteten Gewächshauses aus barocken Schloss- und Gartenanlagen neu interpretiert. Offenheit, Transparenz und die enge Verbindung von Innen- und Außenraum bestimmen das architektonische Konzept. Herzstück des Gebäudes ist der hohe, großzügig verglaste Gastraum, der sich zur vorgelagerten Terrasse mit Blick auf die Hunte öffnet.
Lamellenstrukturen, Messingdetails sowie ein reduziertes Farbkonzept mit schwarzen und blauen Akzenten nehmen die Atmosphäre des Hafenstandortes auf und verleihen dem Gebäude einen eigenständigen Charakter. Die besondere Lage unter der ehemaligen Verladebrücke macht die Orangerie zu einem einzigartigen Ort zwischen Industriegeschichte und neuer Nutzung.
Auch nachhaltige Aspekte wurden von Beginn an in die Planung integriert. Begrünte Pergolen, ein extensives Gründach, Photovoltaik, natürliche Querlüftung sowie die Anbindung an das Nahwärmenetz des Quartiers ermöglichen einen ressourcenschonenden Betrieb.
So ist am Oldenburger Stadthafen ein Ort entstanden, der die Geschichte des Areals bewahrt und zugleich mit zeitgemäßer Architektur neue Aufenthaltsqualitäten für das Quartier schafft.





