Tag des offenen Denkmals 2016 St. Nikolaihof in Bardowick, 2016 / St. Marienkirche in Rostock, seit 1992 / St. Katharinen Kapelle in Herzberg, 2016 / Fotos: ANGELIS & PARTNER, Olaf Mahlstedt
Die bundesweite Veranstaltung mit dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten" fand am Sonntag 11. September 2016 im Rahmen der europäischen European Heritage Days statt und wird in Deutschland durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. ANGELIS & PARTNER zeigte in diesem Rahmen drei Denkmäler: Projektleiter Ulrich Hamann führte durch die St. Katharinen Kapelle in Herzberg/ Elster (Brandenburg), Projektleiterin Diana Kaphingst zeigte die St. Marienkirche in Rostock und Projekteiter Renee Kunz führte durch den jüngst fertig gestellten St. Nikolaihof in Bardowick (bei Lüneburg).

Die St. Katharinen Kapelle auf dem Herzberger Friedhof wurde erstmals 1411 erwähnt und befindet sich auf dem Grundstück eines ehemaligen Augustinerklosters aus dem 13. Jahrhundert. Anfangs wurden auf dem Friedhof Mönche und Adelige, später aber auch Einwohner der Stadt und des Hospitals bestattet. Die Kapelle wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder stark beschädigt und wiederaufgebaut, so dass nun eine umfangreiche Restaurierung inklusive des Dachstuhls und des Mauerwerks geplant ist.

Diana Kaphingst führte durch die St. Marienkirche in Rostock. In seiner heutigen Form ist das Gotteshaus seit dem 15. Jahrhundert zu sehen und überstand bemerkenswerter Weise den 2. Weltkrieg weitestgehend unbeschadet. Mit dem 31,5 m hohen Mittelschiff und dem 86 m hohen Turm gehört die Kirche zu den zehn größten Bauwerken der Backsteingotik. Ebenso repräsentativ ist die Innenausstattung mit dem mittelalterlichen Taufbecken, der astronomischen Uhr und dem barocken Hochaltar. Angelis & Partner restaurieren das Denkmal von nationaler Bedeutung Schritt für Schritt seit 1992.

Der 1251 erstmals als Leprosenhospital erwähnte und kürzlich umfassend restaurierte St. Nikolaihof in Bardowick bei Lüneburg war das dritte Objekt am Tag des offenen Denkmals. Renee Kunz zeigte abwechselnd mit dem verantwortlichen Restaurator und den Bibliotheksbetreibern das Ensemble in fünf Führungen. Die beiden sanierten Männerhäuser aus dem 14. und frühen 19. Jh. werden seit kurzem von der Gemeindebücherei genutzt. Zusätzlich zu den Führungen gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm.

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