grossherzogliches Mausoleum, Oldenburg beginn 2011 Instandsetzung / Entwurf und Ausführung: LPH 3 - 9 / Bauherr: Herzoglich Oldenburgische Verwaltung, Güldenstein, 23738 Harmsdorf, Tel: 04363-90210, Fax 04363-902129 / Planungs- & Bauzeit: 2011 - 2012 / Beschränkte Ausschreibung / Bauhaupt-, und Zimmerarbeiten: FRIBO-Bau GmbH / Blitzschutzarbeiten: Hans Thormählen GmbH / Gerüstbauarbeiten: Karl Bratzke Gerüstbau GmbH / Klempnerarbeiten: Janzen GmbH Die feierliche Übergabe des Fördervertrages seitens der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, vertreten durch ihre Vorstandsvorsitzende Frau Dr. Rosemarie Wilcken, und der Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung stellt die letzten Weichen zur Finanzierung der umfassenden Arbeiten am Großherzoglichen Mausoleum in Oldenburg. Die Vielzahl der Spenden aus Bund, Land, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Lotterie Glückspirale, der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, sowie der OLB-Stiftung ermöglicht die Umsetzung der mit 800.000€ angesetzten Maßnahme. Geleitet durch das Oldenburger Architekturbüro Angelis & Partner wird die Restaurierung in zwei Bauabschnitten erfolgen. Die Arbeiten am Außenbereich sind bereits seit Oktober des letzten Jahres im vollen Gange und umfassen die Außenwände und das Dach. Im Herbst wird die Restaurierung des Innenraums samt Spiegeldecke und Inneneinbauten folgen.
Das Mausoleum der Großherzoglichen Familie in Oldenburg wurde zwischen 1786 – 1790 von dem Baumeister Johann Heinrich Gottlieb Becker erbaut, wobei Herzog Peter Friedrich Ludwig entscheidend Einfluss nahm. Anlass für die Errichtung war der frühe Tod seiner 20-jährigen Ehefrau, Friederike Prinzessin von Württemberg-Mömpelgard. Das Großherzogliche Mausoleum auf dem Gertrudenfriedhof entspricht in Größe und Gestalt einer spätbarocken Fürstengruft, wobei am Ende ein reiner klassizistischer Bau entstanden ist, „der als Initialbau für den in Oldenburg über mehrere Jahrzehnte bestimmenden Klassizismus angesehen werden kann“. (Zitat: Dr. Michael Brandt: „Das Mausoleum in Oldenburg – ein unbekanntes Meisterwerk des deutschen Klassizismus“, kulturland 2/10, S. 12)